Vor 500 Jahren übersetzte Luther auf der Wartburg innerhalb von elf Wochen das Neue Testament. Ein Plakat in 50.000-facher Auflage soll daran erinnern.
500 Jahre nach Luthers Übersetzung des Neuen Testaments auf der Wartburg startet Thüringen ein Themenjahr zum Werk des Reformators. Ministerpräsident Ramelow sprach von einer "globalen Großtat".
15 Jahre nach Herausgabe der "Bibel in gerechter Sprache" soll die Arbeit an einer Neufassung beginnen. Geschlechtergerechtigkeit und Postkolonialismus machen eine Neuauflage nötig.
Die bekannte Bibel App YouVersion arbeitet mit einer Gruppe von zehn Organisationen, die die Bibel übersetzen, zusammen. Durch diese Kooperation soll die Bibel bis 2033 für 95% der Weltbevölkerung lesbar sein.
Heute startet das Wartburg-Experiment. Direkt neben Luthers Schreibstube werden eine Autorin und zwei Autoren je einen Monat lang schreiben. Einzige Bedingung für die schriftstellerische Arbeit ist ein Bezug zum Neuen Testament.
Die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG) hat ihr digitales Angebot an kostenlos verfügbaren Bibelübersetzungen um acht Übersetzungen erweitert. Darunter sind auch Ausgaben im griechischen und hebräischen Urtext.
Laut Statistik vom Weltverband der Bibelgesellschaften kann die vollständige Bibel inzwischen in 704 Sprachen gelesen werden. Allein im vergangenen Jahr konnten Übersetzungsprojekte in 66 Sprachen fertiggestellt werden.