Laut der "Wycliff Global Alliance" können inzwischen rund 98 Prozent der Weltbevölkerung durch Bibelübersetzungen erreicht werden. Handlungsbedarf sieht die Organisation in Ostasien.
Joseph Schereschewsky war einer der bedeutendsten Bibelübersetzer in China. Der Weltenbummler ließ sich weder durch Armut noch einer schweren Parkinson-Erkrankung von seiner Mission abbringen.
Die Wycliff Global Alliance (WGA) hat ihre Jahresstatistik veröffentlicht: Die Anzahl neuer Übersetzungen ist gewachsen. Steigerungspotenzial sieht die Organisation vor allem in Asien.
Rund 80 Prozent aller Menschen weltweit können laut der Deutschen Bibelgesellschaft die Bibel in ihrer Muttersprache lesen. Großen Nachholbedarf gibt es bei den Angeboten für Gehörlose und Blinde.
Die komplette Bibel wurde seit 2021 in sieben weitere Sprachen übersetzt. Trotzdem können rund 20 Prozent der Weltbevölkerung die Bibel noch nicht in ihrer Muttersprache lesen.
Vor 500 Jahren übersetzte Martin Luther das Neue Testament in nur elf Wochen aus dem Griechischen ins Deutsche. Den Erfolg verdankte seine Übersetzung der Akkord-Arbeit in der Druckerei und der Tatsache, dass der Reformator für "einfältige Idioten" schrieb.
Gerade bei bekannten Geschichten meinen wir genau zu wissen, was da steht. Doch beim Bibellesen lohnt es sich, ganz genau hinzuschauen. Davon hängt viel ab – auch die menschliche Würde.