Einst herrschte in Syrien Religionsfreiheit. Doch in Zeiten von Freiheitsbewegungen und politischen Unruhen leben dort gerade Christen gefährlich. Und das, obwohl sie mit Syrien eine lange Geschichte verbindet.
Was derzeit in Syrien passiere, sei "unvorstellbar unmenschlich", sagte der Bundes-Menschenrechtsbeauftragte Markus Löning (FDP) am Dienstag im Rundfunksender HR-Info.
Aufgrund des anhaltenden Konflikts in Syrien, fordert die Caritas Unterstützung für die Nachbarländer, um syrische Flüchtlinge versorgen zu können. Unterdessen ermutigt EKD-Auslandsbischof Schindehütter die Christen in Syrien zusammen mit moderaten Muslimen zu einem Ende des Bürgerkriegs beizutragen.
Der Weltkirchenrat hat vor Konflikten zwischen Christen und Muslimen im Bürgerkriegsland Syrien gewarnt. Die Gewalt drohe die historisch gewachsenen Beziehungen zwischen den Religionen in dem Land zu gefährden, erklärte der Exekutivausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK).
Viele syrische Christen haben Angst vor der Revolution in ihrem Land. Sie leiden zwar unter den Repressionen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad. Sollte dieser gestürzt werden, könnte es ihnen jedoch noch schlechter gehen als bisher, so ihre Befürchtung.
Der evangelische Pfarrer Jonas Weiß-Lange hat den Präsidenten Baschar al-Assad als Schutz für die christliche Minderheit in Syrien bezeichnet. Bei den Christen sei deshalb der Wunsch da, dass sich daran nicht soviel ändere.
Nach erneuten Gewaltausbrüchen in Syrien rechnet der irakische Erzbischof Avak Asadourian mit der Rückkehr von Christen, die dorthin geflohen sind, in den Irak.