Zurzeit arbeitet der Bundestag arbeitet einer Neuregelung der Sterbehilfe. Der Theologe Peter Dabrock fürchtet mehr Bürokratie. Er sieht den Handlungsbedarf an drei anderen Stellen.
Beim Thema Suizidassistenz gehen die Meinungen im Bundestag auseinander. Die einen wollen Liberalisierung, die anderen befürchten Normalisierung. In einem Punkt aber sind sie sich einig.
Die meisten Deutschen möchten zu Hause sterben - gleichzeitig möchten sie ihren Angehörigen nicht zur Last fallen. Der Deutsche Hospizverband warnt, dies müsse angesichts der Debatte über Suizidassistenz zu denken geben.
Eine selbstbestimmte Suizidentscheidung ist rechtlich und moralisch zu respektieren, sagt der Deutsche Ethikrat. Aber: Es bedürfe einer Aufklärungspflicht.
Der Bundestag arbeitet aktuell an einem neuen Gesetz zum Thema Sterbehilfe. Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider spricht sich dafür aus, assistierten Suizid in Extremfällen zu erlauben.
Der Schutz des Lebens darf nicht der Selbstbestimmung des Menschen untergeordnet werden, sagt der Gnadauer Präses Steffen Kern – zum Beispiel bei der Sterbehilfe. Das lasse sonst auch den Druck auf Schwerstkranke wachsen.
Das Bundesverfassungsgericht hat im Jahr 2020 das Verbot organisierter Sterbehilfe gekippt. Bisher liegen drei Vorschläge von Bundestagsabgeordneten für ein neues Sterbehilfegesetz vor.
Der Hamburger Verein "Sterbehilfe Deutschland" hat im vergangenen Jahr in deutlich mehr Fällen Menschen zum Suizid verholfen. Darunter waren auch mehrere Gesunde.