Ein Pfarrer wirbt in einer Predigt dafür, Priestern zu vergeben, die Kinder sexuell missbraucht haben. Daraufhin verlassen 70 Gottesdienstbesucher die Kirche. Rückendeckung bekommt der Pfarrer nicht. Zu recht? Keine leichte Frage, findet Nathanael Ullmann.
Jedes Jahr fahren Zehntausende Jugendliche zu der Brüderschaft in Taizé (Frankreich). Jetzt sind dort fünf Fälle sexualisierter Gewalt bekannt geworden.
Papst Franziskus hat mit seinem Dekret zum Umgang mit Missbrauchsfällen eingelöst, worauf viele Kritiker gewartet haben: In allen Diözesen auf der ganzen Welt sollen dieselben Grundsätze zum Umgang mit Missbrauch gelten.
Bis zum Herbst will die evangelische Kirche (EKD) einen Plan zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen vorlegen. Dieser soll in Zusammenarbeit mit dem Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, erstellt werden.
Der Papst hat das Krisentreffen zum Missbrauchsskandal mit einer allgemeinen Rede über unterschiedliche Formen von Gewalt gegen Kinder beendet. Opferverbände sehen darin eine Verharmlosung. Der Vatikan kündigte ein Dokument zum Kinderschutz an.