Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat eine «offensive und lückenlose» Untersuchung der Missbrauchsfälle an katholischen Schulen angekündigt. «Wir wollen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zur Aufklärung beitragen», sagte der Bischof am Freitag in Trier.
Nach den jüngst bekannt gewordenen Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche hat sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, bei den Opfern entschuldigt.
Der Augsburger katholische Bischof Walter Mixa sieht einen Zusammenhang zwischen einer zunehmenden Sexualisierung des öffentlichen Lebens mit dem Missbrauch Jugendlicher an Jesuitenschulen.
Der Missbrauchsskandal an Jesuitenschulen der katholischen Kirche zieht immer weitere Kreise. Die Zahl der Missbrauchsfälle scheint größer als bislang angenommen. Die Kirche versucht, durch offene Kommunikation mit der Debatte umzugehen - zumindest teilweise.
Eltern können ihre Kinder im Regelfall nicht wegen religiöser Bedenken vom Sexualkundeunterricht oder schulischer Karnevalsveranstaltungen befreien lassen. Das hat das Bundes-Verfassungsgericht entschieden.