Mit einem Festakt ist am Sonntag in Hamburg das 500-jährige Bestehen der Täuferbewegung gefeiert worden. Die Bewegung gilt als "linker Flügel" der Reformation.
Ein Gedenkjahr erinnert 2025 an die vor 500 Jahren entstandene christliche Täuferbewegung. Vor allem im 16. und 17. Jahrhundert wurden ihre Anhänger teils gnadenlos verfolgt.
Mit einem Gottesdienst in der Hamburger Mennonitenkirche starten am Samstag die Feierlichkeiten zum Täufer-Jubiläum. Bis 2025 wird es fünf Themenjahre geben.
Die Täuferbewegung hatte nicht nur bei den Reformatoren Luther und Zwingli einen schlechten Ruf, bis heute fällt das Urteil der meisten Theologen negativ aus. Der Göttinger Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann plädiert für eine differenziertere Betrachtungsweise.
1525 fand die erste Glaubenstaufe der sogenannten „Täufer“ statt. Der Grundstein für die Bewegung war gelegt, aus der unter anderem die Mennoniten, Baptisten und Amische entstanden. 500 Jahre später soll diese Reform nach der Reform groß gefeiert werden.