Ob ein assistierter Suizid durchgeführt werden darf, muss im Vorfeld geprüft werden. Ethikratsvorsitzende Helmut Frister fordert für diese Prüfung eine gesetzliche Regelung, die es bisher noch nicht gibt.
Assistierter Suizid ist nach einer Studie des Zentrums für Gesundheitsethik an der Akademie Loccum immer öfter Thema in der evangelischen Seelsorge. Wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hat ein Gerichtsurteil.
Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen in Bethel wollen in ihren Einrichtungen assistierte Suizide zulassen. Der Leitsatz "Leben bis zuletzt" soll trotzdem uneingeschränkt gelten.
Vor der Abstimmung im Bundestag über eine mögliche Regelung der Suizidassistenz hat sich die Diakonie skeptisch über beide vorliegenden Vorschläge geäußert. Sie fordert ein Präventionsgesetz.
Zurzeit arbeitet der Bundestag arbeitet einer Neuregelung der Sterbehilfe. Der Theologe Peter Dabrock fürchtet mehr Bürokratie. Er sieht den Handlungsbedarf an drei anderen Stellen.
Abgeordnete aus Regierungsfraktionen und Opposition haben eine umfassende Stärkung der Suizidprävention gefordert. Unterstützt wird der Vorstoß von der Evangelischen Allianz Deutschland.
Der Hamburger Verein "Sterbehilfe Deutschland" hat im vergangenen Jahr in deutlich mehr Fällen Menschen zum Suizid verholfen. Darunter waren auch mehrere Gesunde.