In den Niederlanden eröffnet am 1. März eine erste Klinik für aktive Sterbehilfe. Die «Lebensendeklinik» in Den Haag richte sich an Patienten, deren Wunsch nach aktiver Sterbehilfe von ihrem Arzt nicht erfüllt werde, teilte die Vereinigung für ein Freiwilliges Lebensende am Montag in Den Haag mit.
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat sich gegen aktive Sterbehilfe ausgesprochen. Organisationen wie den Schweizer Verein Dignitas, der sich für aktive Sterbehilfe einsetzt, sehe er mit «großer Skepsis», sagte Schneider am Montagabend in der ARD-Sendung «Beckmann». Dignitas bietet seinen Mitgliedern auf Anfrage Beratung, Begleitung und Beihilfe zum Suizid an.
Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ist am Dienstag der Fall einer gelähmten Frau verhandelt worden, die in Deutschland kein Medikament für den selbstgewählten Freitod bekommen konnte.
Der Verein «Angehörige um Suizid» (AGUS) kritisiert die Begleitung Trauernder durch die Kirchen. «Die Betreuung Angehöriger sollte nicht nach der Beerdigung aufhören», sagte AGUS-Geschäftsführerin Elisabeth Brockmann dem Internetportal «evangelisch.de».