Religiöse Verfolgung gehört in manchen Ländern zur "traurigen Normalität", schreibt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte anlässlich des internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer von Gewalthandlungen aus religiösen Gründen am morgigen Samstag (22. August).
Das christliche Hilfswerk Open Doors hat jetzt auf die schwierige Situation für Christen in dem südostasiatischen Land Laos aufmerksam gemacht. In dem kommunistisch regierten Land gelten sie als "Agenten des Auslands" und Feinde des Staates.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat kurz vor dessen Ablauf noch einmal das Abkommen zwischen Vatikan und China kritisiert. Denn umgesetzt wurde davon zu wenig.
In den vergangenen Wochen kritisierten viele, dass die EU keinen Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit mehr einsetzen möchte. Nun soll es ihn doch geben.
Rumänien begeht zukünftig den 16. August als nationalen Tag des Gedenkens an die weltweite "Gewalt gegen Christen". Gebäude sollen rot beleuchtet werden.
Zukünftig soll es bei der Europäischen Union keinen Sonderbeauftragten für Religions- und Weltanschauungsfreiheit außerhalb der EU mehr geben. Das sorgt für reichlich Unmut.
"Wir müssen über Christenverfolgung reden", schreibt ZEIT-Autor Ulrich Ladurner. Wer dies tue, gelte schnell als islamophob oder rechtsextrem. Doch seiner Ansicht nach liegt die "wahre politische Gefahr" im Verschweigen. Denn Christenverfolgung finde statt.
Seit Wochen hat eine konservative Gemeinde in Bremen mit Attacken zu kämpfen. Sie berichtet von Schmierereien, falschen Bestellungen und zerkratzten Autos.