In neun Bundesländern ist der 31. Oktober ein Feiertag. Aber was genau wird da eigentlich gefeiert? Ein Erklärvideo des Evangelischen Pressedienstes (epd).
Die Biografie Martin Luthers ist geprägt von Abbrüchen und Aufbrüchen. Zentral ist seine reformatorische Entdeckung – die machte er nicht im Studierzimmer, sondern auf dem Klo.
Vor allem an Martin Luthers Lehre von der Rechtfertigung des sündigen Menschen vor Gott entzündete sich vor 500 Jahren die Reformation der spätmittelalterlichen Kirche. Dieser Gegensatz gilt heute nicht mehr.
Martin Luther hatte Freunde und Weggefährten, die eine große Rolle in der Geschichte der Reformation spielten – zum Beispiel bei der Übersetzung der Bibel.
Mit einem Festakt ist am Sonntag in Hamburg das 500-jährige Bestehen der Täuferbewegung gefeiert worden. Die Bewegung gilt als "linker Flügel" der Reformation.
Erst predigt er, dann zieht er in die Schlacht: Am 15. Mai 1525 kämpft der Reformator Thomas Müntzer Seite an Seite mit aufständischen Bauern. Er wird gefangengenommen und hingerichtet.
Nach sechswöchiger Schließung ist das Panorama Luther 1517 in Wittenberg wiedereröffnet worden. Es soll bis mindestens 2029 in der Lutherstadt verbleiben.
Auch wenn mittlerweile Halloween thematisch dominiert, ist der 31. Oktober doch vor allem Gedenktag an die Reformation. Mit Kürbissen und Spinnen hat die nichts zu tun, sondern mit Martin Luther und den Zahlen 95 und 1517.
Auch in den kommenden fünf Jahren soll das 360-Grad-Panorama "Luther 1517" in Wittenberg für Besucher offenstehen. Der Berliner Künstler Yadegar Asisi hatte das Panorama in Wittenberg zum 500. Reformationsjubiläum 2017 geschaffen.