Papst Franziskus hat mit seinem Dekret zum Umgang mit Missbrauchsfällen eingelöst, worauf viele Kritiker gewartet haben: In allen Diözesen auf der ganzen Welt sollen dieselben Grundsätze zum Umgang mit Missbrauch gelten.
Der Appell dürfte angekommen sein: Knapp 30.000 Unterzeichner haben sich hinter die Forderung der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) nach einer glaubwürdigen Aufklärung des Missbrauchsskandals und einer Veränderung der kirchlichen Sexualmoral gestellt.
Der Anti-Missbrauchs-Gipfel ist beendet. Die katholische Kirche übt sich in Selbstkritik und schärft ihre Sinne. Aber: Reicht das den Opfern sexueller Übergriffe? Wie bewerten sie den Gipfel?
Im Vatikan hat am Donnerstagmorgen der Bischofs-Gipfel zum Missbrauchskandal in der katholischen Kirche begonnen. Bis Sonntag versammeln sich auf Einladung von Papst Franziskus die 114 Vorsitzenden der nationalen Bischofskonferenzen aus aller Welt. Auf der Tagesordnung stehen die Themen Verantwortung, Rechenschaft und Transparenz.
Einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge haben vier Staatsanwaltschaften Ermittlungen wegen des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche eingeleitet.
Zwei Missbrauchsstudien und eine Anlaufstelle sind geplant. "Eine Kirche, die solcher Gewalt nicht wehrt, ist keine Kirche mehr", sagt Bischöfin Fehrs.