Das traditionsreiche Lutherische Verlagshaus in Hannover (LVH) wird heute nach mehrmonatiger Insolvenzphase aufgelöst. Von der Schließung ist neben dem Buchverlag auch die niedersächsische Redaktion der "Evangelischen Zeitung" (EZ) betroffen. Der 1947 gegründete Verlag hatte im Oktober Insolvenz angemeldet. Erst vor zweieinhalb Jahren hatte die hannoversche Landeskirche ihre gesamten Anteile am LVH an den Presseverband in Kiel abgegeben. Hintergrund waren jährliche Defizite in sechsstelliger Höhe.
Das traditionsreiche Lutherische Verlagshaus Hannover hat Insolvenz angemeldet. Der Antrag sei am Dienstag beim Amtsgericht Hannover eingegangen, teilte die Justizbehörde am Mittwoch mit.
Das in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Lutherische Verlagshaus (LVH) in Hannover verliert seinen Geschäftsführer. Christof Vetter legt das Amt zum 4. Oktober nieder.
Das Lutherische Verlagshaus (LVH) in Hannover schließt zum Jahresende drei Abteilungen. In den betroffenen Geschäftsbereichen Buchverlag, Marketing/Service und Online-Buchhandel sind 20 Mitarbeiter angestellt. Hintergrund sind jährliche Defizite zwischen 300.000 und 400.000 Euro.