Die freie evangelische Lenne Kirche baut die St.-Josef-Kirche im Märkischen Kreis zu einer Sportkirche um. Der ungewöhnliche Ansatz überzeugt sogar die frühere katholische Gemeinde.
Er sammelt Kirchen – nicht im Regal, sondern im Netz. Der Theologe Gunther Seibold hat auf einer Internetseite die Daten von fast 26.000 Gotteshäusern zusammengetragen – evangelisch, katholisch und freikirchlich.
Neubauten sind bei den beiden großen Kirchen eine Seltenheit. Meistens geben Freikirchen Gotteshäuser in Auftrag – mit Platz für ein Café, eine Kita oder Wohnungen.
Die Evangelische Kirche Mitteldeutschland (EKM) hat sich für den Erhalt der Kirchengebäude in der Region starkgemacht. Dort bestehe ein besonders hoher Handlungsbedarf.
Der SPD-Politiker Lars Castellucci ermutigt die Kirchen dazu, nicht mehr benötigte Kirchen der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Solche Entscheidungen seien "schmerzhaft", böten aber auch Chancen.
Die beiden großen Kirchen in Deutschland müssen sich laut eines gemeinsamen Positionspapiers in den kommenden 40 Jahren jeweils von etwa einem Drittel ihrer Gebäude trennen. Der Denkmalschutz macht eine Umnutzung problematisch.
Die Kirchen in Deutschland werden in den nächsten Jahren etwa 30 Prozent ihrer Gebäude aufgeben, glaubt Kunsthistorikerin Stefanie Lieb. Sie wünscht sich Nachnutzungen, die dem ursprünglichen Zweck nahestehen.