An Gründonnerstag und Karfreitag dürfen die Bundesländer weiterhin Tanzverbote anordnen. Die Berufsausübungsfreiheit werde nicht verletzt – ebenso nicht die negative Religionsfreiheit von Nichtchristen.
Aus menschlicher Sicht ist das Wort vom Kreuz eine "Torheit". Kreuzigung und Auferstehung, Gesetz und Evangelium, gehören untrennbar zusammen. Theologisch-biblische Gedanken über ein zentrales Thema der Christenheit.
Die evangelische Pastorin und Influencerin Ina Jäckel hält ein staatlich verordnetes Tanzverbot nicht unbedingt für nötig, um den Karfreitag zu schützen. Ihr Vorschlag: "weniger vorschreiben und mehr einladen."
Palmwedel, Osterhase und Osterei: Woher stammen eigentlich die verschiedenen Osterbräuche? Verblüffende Erkenntnis: Das Ei hat tatsächlich mit der Auferstehung zu tun.
Die Theologin und Ethikerin Petra Bahr hat das Tanzverbot an stillen Feiertagen wie dem Karfreitag verteidigt. Dies sei ein wichtiges kulturelles Zeichen.
Tanzen verboten! Das gilt per Gesetz deutschlandweit am Karfreitag. Für die Kirchen stehe in dieser Debatte viel auf dem Spiel, meint der Theologe Alexander Maßmann.
Die beiden evangelischen Landeskirchen in Baden-Württemberg kritisieren die Landesregierung dafür, dass der Einkauf im Bundesland am Karfreitag und Ostermontag möglich sein soll, der Gottesdienstbesuch jedoch nicht.