Junge Menschen in Deutschland halten die Kirchen zwar mehrheitlich für nützlich, vor allem in sozialer Hinsicht, kirchlich engagieren würde sich aber nur eine Minderheit sagt der Berliner Jugendforscher Klaus Hurrelmann.
Für das Leben junger Erwachsener verliert die Kirche einer Studie zufolge immer mehr an Bedeutung. Das ist das Ergebnis einer Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD. Die Autoren beschreiben die jungen Menschen von heute als "postchristliche Generation."
Wie religiös sind Menschen unterschiedlichen Alters weltweit? Wie oft beten sie, wie häufig besuchen sie einen Gottesdienst? Wie sieht es mit ihrer Religionszugehörigkeit aus? Mit Fragen wie diesen beschäftigte sich eine neue Studie des Pew Research Centers. Für die Statistiken wurden Daten aus über 100 Ländern verglichen. Ein Ergebnis: Jüngere Menschen sind im Allgemeinen weniger religiös als Ältere.
Nur jeder fünfte junge Europäer vertraut einer Umfrage zufolge den Kirchen. Aus der zweiten Europäischen Jugendstudie, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der TUI Stiftung erstellte und die am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurde, geht hervor, dass lediglich 21 Prozent der Befragten den Kirchen "voll und ganz" oder "eher" vertrauen.
"Wahrheit oder Pflicht" lautete das Thema des zweiten NEXT|PLUS-Kongresses in Marburg. Rund 500 junge Erwachsene aus ganz Deutschland waren der Einladung der Studien- und Lebensgemeinschaft TABOR und des Deutschen Jugendverbandes "Entschieden für Christus" (EC) e.V. gefolgt.
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) gibt dem Nachwuchs eine Chance. Junge Erwachsene zwischen 16 und 20 Jahren konnten an dem bundesweiten Wettbewerb "Jugend predigt" teilnehmen. Als Siegerin wurde jetzt die 17-jährige Schülerin Hannah Blattert aus Ostfildern (Evangelische Kirche in Württemberg) gekürt.