Für viele junge Juden in Berlin gehören Bedrohungen mittlerweile zum Alltag. Sie sind vorsichtiger geworden – und verstecken oft ihre jüdische Identität.
Vor dem Brandenburger Tor in Berlin wurde am Mittwoch das vierte Licht an Europas größtem Chanukka-Leuchter entzündet – überschattet vom Terroranschlag in Sydney.
Am Sonntag gedenkt die Jüdische Gemeinde Berlin der Pogromnacht von 1938. Die Namen der ermordeten Berliner Jüdinnen und Juden werden öffentlich verlesen.
In München wird die historische Synagoge in der Reichenbachstraße wiedereröffnet. Als der Bundeskanzler über den Holocaust spricht, bricht seine Stimme.
Erstmals in Europa: Eine jüdische Tora-Rolle soll in Dresden öffentlich nach traditioneller Art geschrieben werden. Ein ausgebildeter Schreiber bringt die Texte live auf das Pergament.
Albrecht Weinberg wird bald 100 Jahre alt. Er hat die Lager von Auschwitz, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen überlebt. Sein Appell: "Habt Mut, lasst euch nicht einschüchtern."
Beschimpfungen als "Judenzigeuner", Morddrohungen in einer Straßenbahn in Dresden: Antisemitismus bedroht Menschen in vielen Formen. Eine Studie nennt neue Zahlen.
Die Rolle von Papst Pius XII. während des Zweiten Weltkriegs wirft immer noch Fragen auf. Was wusste er wirklich? Nach der Öffnung der vatikanischen Archive vor vier Jahren hat nun ein Forscherteam um Hubert Wolf (Foto) über 10.000 jüdische Bittbriefe an den Papst entdeckt.