Gute Lösungen brauchen Zeit, sagen drei Mitglieder des Deutschen Ethikrates. Sie sind dagegen, dass der Bundestag noch vor der Neuwahl über eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts entscheidet.
Die Tübinger Theologieprofessorin Elisabeth Gräb-Schmidt ist in den Deutschen Ethikrat berufen worden. Die 62-Jährige wurde auf Vorschlag der Bundesregierung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) ernannt, wie teilte der Ethikrat am Mittwoch in Berlin mitteilte.
Am kommenden Samstag (29. April) findet die bundesweite Eröffnung der „Woche für das Leben“ in Kassel statt. Unter dem Thema „Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbabys“ beschäftigen sich bis zum 6. Mai bundesweite Veranstaltungen mit Themen wie Schwangerschaft, Geburt und reproduktionsmedizinischen Techniken zur Erkennung von Krankheiten oder genetischer Defekte am Embryo.
Der evangelische Theologe und Ethiker Peter Dabrock ist neuer Vorsitzender des Deutschen Ethikrats. Der 1964 geborene Dabrock lehrt systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik an der Universität Erlangen. Er gehört dem Ethikrat seit 2012 an.
Die Suche nach einem gemeinsamen Nenner gestaltet sich quälend. Die Unzufriedenheit in dem Gremium wächst. Seinen Zenit scheint der Rat überschritten zu haben.