Rund 8.000 Menschen sind am Donnerstag in Stuttgart zum "Christustag" der "Christusbewegung Lebendige Gemeinde" gekommen. Der Tag stand unter dem Motto "Dein Wort macht mich klug".
Der württembergische Pietismus beteiligt sich trotz einiger theologischer Differenzen am Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart. Das betonten der Leiter der ChristusBewegung "Lebendige Gemeinde", Dekan Ralf Albrecht, und der EKD-Synodale und Vorsitzende des größten pietistischen Verbandes in Württemberg, "Die Apis", Pfarrer Steffen Kern, in einem Interview mit dem evangelischen Wochenmagazin "ideaSpektrum".
Scharfe Kritik am Deutschen Evangelischen Kirchentag haben württembergische Pietisten geübt. Sie wenden sich dagegen, dass er eine Mitwirkung von messianischen Juden im Programm des Stuttgarter Protestantentreffens vom 3. bis 7. Juni ablehnt.
Mit einer gemeinsamen theologischen Erklärung haben zwölf Vertreter verschiedener evangelischer Werke und Bewegungen eine Initiative zur Erneuerung der Kirche gestartet. Ihr Ziel: Die Grundlagen des Glaubens in Erinnerung rufen.
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat in einem Gespräch mit führenden Vertretern des Pietismus, der evangelikalen Bewegung und weiten Kreisen der Evangelischen Landeskirchen zugesagt, dass der umstrittene "Bildungsplan" überarbeitet wird.