Die Trauerkultur befindet sich im Umbruch: Nach einer Umfrage brauchen immer weniger Menschen einen festen Ort für ihre Trauer. Lockerungen der Sargpflicht werden von vielen begrüßt.
Bei der "Reerdigung" zerfällt der Leichnam in einem Kokon zu Erde und wird dann beigesetzt. Die Stadt Aschersleben in Sachsen-Anhalt findet die Idee gut – stößt aber auf Bedenken.
Priscilla Schwendimann, eine Pfarrerin aus Zürich, hat über die sozialen Medien dazu aufgerufen, zu einer Beerdigung zu kommen. Der Grund: Außer ihr wäre sonst niemand da gewesen.
Die Corona-Krise trifft auch die evangelische Kirche hart. Kirchensteuer-Zahlungen gehen zurück, Beerdigungen finden nur noch im kleinsten Kreis statt.
Kirchliche Bestattungen in der Nordkirche sollen bis auf Weiteres nur noch unter freiem Himmel am Grab und im engsten Familienkreis stattfinden. Trauerfeiern in geschlossenen Räumen wie Kirchen, Kapellen oder Trauerhallen sind vorerst ausgesetzt.
Viele Menschen haben eine enge Bindung an ihren Hund oder ihre Katze. Bei einigen ist sie so eng, dass sie ihr Haustier auch im Tod bei sich wissen wollen. Es gibt immer mehr Friedhöfe, auf denen das möglich ist.
In Hamburg können sich Menschen künftig gemeinsam mit ihren Haustieren bestatten lassen. Ein entsprechendes Gesetz hat die Bürgerschaft beschlossen, meldet der NDR.