Späte Reaktion, unklare Strukturen und mangelhafte Kommunikation: Eine Studie zeigt, was im Umgang mit dem Missbrauchsverdacht falsch gemacht wurde, der zum Rücktritt von Präses Annette Kurschus führte.
Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus wurde am Sonntag in ihr neues Amt in Bethel eingesetzt. Sie sprach dort von der "Kraft des Neuanfangs".
Knapp vier Monate nach dem Rücktritt von Annette Kurschus als Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen berät die Landeskirche am Samstag auf einer Sondersynode in Dortmund über die Zukunft des Leitungsamts.
Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus wird Pastorin und Seelsorgerin in Bethel. Der pastorale Dienst habe ihr in den "großen, kirchlichen Leitungsämtern" gefehlt.
Mehrere Mitglieder der EKD-Synode sind unzufrieden mit dem Krisenmanagement im Zusammenhang mit dem Rücktritt der ehemaligen Ratsvorsitzenden Annette Kurschus. Wichtige Informationen habe man aus der Zeitung erfahren.
Knapp eine Woche nach dem Rücktritt von Annette Kurschus als Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen hat die Landeskirche Fehler beim Umgang mit dem mutmaßlichen Missbrauchsfall in Siegen eingeräumt.
Der frühere Ethikratvorsitzende Peter Dabrock hält den Rücktritt der Theologin Annette Kurschus von ihren kirchlichen Ämtern für einen Fehler. Den Medien gibt er eine Mitschuld.
Der Berliner Bischof Christian Stäblein hat den Rücktritt der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, als folgerichtig bewertet.
Annette Kurschus ist als Ratsvorsitzende der EKD zurückgetreten. Gescheitert ist sie am selbst gewählten Anspruch, das Thema Missbrauch glaubwürdig zur Chefsache zu machen.