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Vatikan: Papst Benedikt XVI. empfängt ÖRK-Generalsekretär in Audienz
Der Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), Olav Fykse Tveit, ist am Samstag erstmals seit seinem Amtsantritt vor knapp einem Jahr mit Papst Benedikt XVI. im Vatikan zusammengetroffen. Der norwegische Lutheraner wollte bei der Privataudienz «offen und ehrlich» über Schwierigkeiten im Dialog zwischen den Kirchen sprechen. «Die ökumenische Bewegung hegt Erwartungen, die nicht erfüllt werden, und innerhalb der Kirchen wie auch zwischen ihnen kommt es zu Spannungen», bemängelte Tveit. Bei der Begegnung wollte er nach eigenem Bekunden den Willen des ÖRK zur Einheit der Kirchen bekräftigen und mit dem Papst über die Lage der Christen im Nahen Osten sprechen. Eine Begegnung zwischen dem Papst und einem ÖRK-Generalsekretär hatte es zuletzt vor knapp drei Jahren gegeben, als Tveits Vorgänger Samuel Kobia zu einer Audienz und einer gemeinsamen ökumenischen Vesper anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christen nach Rom reiste. Dem ÖRK gehören nach eigenen Angaben 349 überwiegend anglikanische, orthodoxe und protestantische Kirchen an. Die katholische Kirche ist nicht Mitglied, jedoch in mehreren Kommissionen vertreten. So gehörte der jetzige Papst während der 70er Jahre als Theologieprofessor der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung an.
„Ungeist der Vertuschung“: Gutachten zu Missbrauch in Erzbistum München vorgelegt
Die Erzdiözese München und Freising hat am Freitag ihren Missbrauchsbericht vorgelegt. Danach seien zwischen 1945 und 2009 mindestens 159 Priester und 96 katholische Religionslehrer in Fälle sexuellen Missbrauchs verstrickt gewesen.
Berlin: Größter Herrnhuter Stern an Bundeskanzlerin überreicht
Im Bundeskanzleramt leuchtet während der Adventszeit der größte Herrnhuter Stern, der in der ostsächsischen Manufaktur jemals hergestellt wurde.
Atheismus: Vatikan-Prediger nennt Dawkins und Hawking «Toren»
Der Vatikan hat atheistische Thesen der britischen Wissenschaftler Richard Dawkins und Stephen Hawking als militant zurückgewiesen.
Schulen in Deutschland: Rechtsprofessorin rügt Ausnahmen für muslimische Schülerinnen
Die Staatsrechtlerin Christine Langenfeld hat die großzügige Befreiungspraxis für muslimische Schülerinnen vom gemeinsamen Sportunterricht mit Jungen oder vom Schwimmen kritisiert.
Sachsen: Streit um Sonntagsöffnung vorerst beigelegt
Der Streit um die Sonntagsöffnung sächsischer Läden im Advent ist vorerst beigelegt. Die evangelisch-lutherische Landeskirche begrüßte am Donnerstag in Dresden die erfolgreiche Mediation vor dem Oberverwaltungsgericht in Bautzen. Juristen, die Gewerkschaft Ver.di und betroffene Kommunen hatten sich am Mittwochabend darauf geeinigt, dass in den Städten Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Plauen, Görlitz und Freiberg jeweils nur an einem Adventssonntag geöffnet werden kann. Ver.di hatte in der vergangenen Woche überraschend die Klagen gegen die sonntägliche Ladenöffnung im Advent in sächsischen Städten ruhen lassen und einer Mediation zugestimmt. Die Kirche befürchtet jedoch auch im nächsten Jahr Streit um Ladenöffnungen. Die Landeshauptstadt Dresden war nicht am Mediationsverfahren beteiligt. Die Gewerkschaft Ver.di hatte dies als Kläger abgelehnt. Die Landeshauptstadt wollte aber als Beobachter das Verfahren verfolgen. Das Oberverwaltungsgericht hatte im November nach einer Klage von Ver.di den Sonntagseinkauf in Dresden im Advent generell verboten. Die Stadt will nun aber auch an einem Adventssonntag öffnen. Derzeit würden «hausinterne Gespräche» dazu geführt, sagte ein Sprecher der Stadt dem epd auf Anfrage. Die Öffentlichkeit sollte am Nachmittag über deren Ergebnisse informiert werden. Die Bautzener Richter hatten kürzlich das sächsische Ladenschlussgesetz, das Kommunen per Rechtsverordnung die Öffnung an vier Sonntagen erlaubt, als verfassungswidrig erklärt. Zugleich kippte das Oberverwaltungsgericht nach entsprechenden Klagen Verordnungen über verkaufsoffene Läden im Advent in Dresden, Marienberg und Radebeul. Ab 2011 gilt in Sachsen ein neues Ladenöffnungsgesetz. Es sieht vor, dass Gemeinden «aus besonderem Anlass» an vier Sonntagen im Jahr öffnen dürfen. Zudem sind ein fünfter, regional begrenzter verkaufsoffener Sonntag und die Erweiterung der Sonntagsöffnung für einzelne Branchen vorgesehen. Oppositionsparteien und Kirchen kritisierten das neue Gesetz, weil es nach ihrer Auffassung weiterhin Rechtsunsicherheiten birgt.
Islam-Konferenz: Innenminister de Maizière lädt erstmals Imame zum Dialog
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) lädt erstmals Imame zum Dialog ein.
Chanukka: Juden feiern weltweit das „Lichterfest“
Das jüdische Fest Chanukka beginnt in diesem Jahr am 2. Dezember. Die erste der acht Kerzen am Chanukka-Leuchter wird bereits am Vorabend entzündet. Das achttägige Lichterfest hat auch die christlichen Advents- und Weihnachtsbräuche beeinflusst. Chanukka erinnert an den erfolgreichen jüdischen Makkabäer-Aufstand gegen die Fremdherrschaft der Hellenisten und an die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels im Jahr 165 vor Christus.
Studie: Deutsche sehen den Islam sehr skeptisch
"Der Satz, der Islam gehöre zu Deutschland, geht völlig am Empfinden der Deutschen vorbei", sagt der Soziologe Detlef Pollack. Er fand nun heraus: Weniger als fünf Prozent der Deutschen halten den Islam für tolerant.
OSZE-Gipfel: Vatikan beklagt Verletzung der Religionsfreiheit
Der Vatikan hat beim Gipfeltreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gravierende Verletzungen der Religionsfreiheit von Christen in den Mitgliedsländern beklagt.

