Diakonie zieht Bilanz: Europäisches Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung geht...

78 Millionen EU-Bürger gelten als arm. Das sind 16 Prozent der gesamten Bevölkerung. Um das Los der Benachteiligten zu verbessern, hatte die Europäische Union das Jahr 2010 zum "Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung" ausgerufen.

Neujahrsgottesdienst: ZDF überträgt live aus der Dresdner Frauenkirche

Zum fünften Mal überträgt das ZDF an diesem Samstag (1. Januar) einen festlichen Neujahrsgottesdienst live aus der Dresdner Frauenkirche.
Der Evangelist Anton Schulte war beteiligt an den ersten christlichen Radiosendungen und Telefonandachten in Deutschland.

Der deutsche Billy Graham: Evangelist Anton Schulte verstorben

Anton Schulte, Evangelist und Gründer des Missionswerkes „Neues Leben“ (Wölmersen/Westerwald), ist am 26. Dezember 2010 nach kurzer Krankheit verstorben.

«Brot statt Böller»: «Brot für die Welt» wirbt für Aktion gegen...

«Brot für die Welt» hat zur jährlichen Aktion «Brot statt Böller» aufgerufen.

Angriffe auf Christen: Deutsche Bischofskonferenz besorgt über Gewalt in Nigeria

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat anlässlich der Angriffe auf christliche Kirchen in Nigeria während des Weihnachtsfestes zum Ende der Gewalt in dem afrikanischen Land aufgerufen.

Oberammergau: Passionstheater soll jährlich bespielt werden

Das Passionstheater in Oberammergau soll ab 2011 jährlich bespielt werden.

«Schon genug gelitten»: Weltkirchenrat warnt vor religiösem Konflikt im Sudan

Im Sudan droht nach dem geplanten Referendum über die Unabhängigkeit des Südens nach Einschätzung des Weltkirchenrates ein Konflikt zwischen Christen und Muslimen.

Festivals 2011: Die musikalischen Höhepunkte im Überblick

Die Kekse sind alle, die Kerzen abgebrannt und der CD-Player spielt zum 27. Mal „Stille Nacht“? Wer den Geruch von Tannennadeln und Bienenwachs über hat, kann sich im Jahr 2011 von der besinnlichen Zeit erholen.

Gauck und Kauder: Verfolgten Christen helfen

Politiker und andere Persönlichkeiten haben Kritik am Umgang mit der weltweiten Christenverfolgung geäußert. «Wenn es antichristliche Aktivitäten in der Welt gibt, ist das für viele leider eine quantité négligeable. Auch die Wertkonservativen bei uns sind hier zu zurückhaltend», sagte der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck der «Welt am Sonntag». Verfolgte Christen in der Welt hätten ein Recht auf Solidarität. «Auch um unserer selbst willen müssen wir mit ihnen solidarisch sein», mahnte Gauck. Der Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag, Volker Kauder, zog eine ernüchternde Bilanz der Situation. Die Christen seien die Religionsgruppe, die derzeit weltweit mit am stärksten bedrängt oder verfolgt werde. Diese Entwicklung habe sich auch in diesem Jahr fortgesetzt, wahrscheinlich sogar verstärkt. Kauder betonte, dass die Unionsfraktion sich weiter zum Anwalt der verfolgten Christen machen werde. «Ich bin aber auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle sehr dankbar, dass er sich des Themas so angenommen hat», sagte Kauder der Zeitung. Der Fraktionschef mahnte, die neue irakische Regierung noch mehr daran zu erinnern, alles zum Schutz der Christen im Land zu tun. Doch auch die Bundesregierung müsse tätig werden: «Ich bin dafür, mit den Christen im Irak eine Entwicklungszusammenarbeit aufzubauen. Das sollte durchaus finanzielle Hilfen einschließen, für den Bau von Schulen beispielsweise.» Kritik äußerte Kauder an der Türkeipolitik der Europäischen Union. Es sei nicht akzeptabel, dass in der Türkei weiterhin keine Priester ausgebildet werden dürften. «Die EU-Kommission muss in ihren Beitrittsverhandlungen mit der Türkei hier endlich deutlicher werden. Auf die Politik der türkischen Regierung, das Christentum in der Türkei praktisch auszutrocknen, sollte endlich auch einmal Brüssel reagieren.» Laut Hilfsorganisationen erlebten Christen im vergangenen Jahr vor allem in Nordkorea und Eritrea eine klare Verschlechterung der Lebensbedingungen. Wegen der unsicheren Lage sei auch der Nahe Osten inzwischen für die dort lebenden 17 Millionen Christen eine unsichere Heimat geworden, sagte der Religionsbeauftragte der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, Walter Flick, der «Welt am Sonntag». Gewaltsame Übergriffe nähmen auch in Ländern wie Ägypten, wo zwischen fünf und acht Millionen Kopten leben, und Pakistan, das noch immer etwa 2,5 Millionen Christen verschiedener Konfessionen beheimatet, weiter zu.

Soziologe: Katholiken überholen Protestanten bei Kirchenaustritten

Nach einer Schätzung des Soziologen Michael Ebertz von der Katholischen Hochschule in Freiburg sind in diesem Jahr bundesweit 250.000 Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Damit lägen die katholischen Austrittszahlen erstmals über den evangelischen, sagte Ebertz der in Stuttgart erscheinenden Zeitung «Sonntag Aktuell». Sollten sich die Zahlen bestätigen, wäre das eine Verdoppelung der Austrittszahlen im Vergleich zum Vorjahr und der höchste Wert seit Gründung der Bundesrepublik, sagte Ebertz. Aus seiner Sicht sei damit eine «neue Qualität» erreicht. Als Hauptursache für den Anstieg der Austrittszahlen gilt das Bekanntwerden von sexuellem Missbrauch in katholischen Einrichtungen. Der Typ des Austretenden hat sich nach Beobachtung des Soziologen verändert. Hätten bislang vor allem Männer unter 40 die katholische Kirche verlassen, weil sie Geld sparen wollten, träten mittlerweile auch vermehrt Frauen, Ältere und teilweise ganze Familien aus. Da sich die Konfessionen in den vergangenen Jahren ohnehin angenähert hätten, sei der Schritt zu den Protestanten nicht mehr so schwer. Hier habe sich etwas verändert, denn bislang seien Menschen vor allem ins «konfessionelle Niemandsland» ausgetreten. Evangelische Landeskirchen berichten insbesondere in Süddeutschland über steigende Eintrittszahlen. In Bayern traten laut «Süddeutscher Zeitung» bis November bereits mehr als 5.000 Menschen der lutherischen Landeskirche bei, in den Vorjahren pendelte die Zahl um 3.500. In Baden nahm die Eintrittszahl der evangelischen Landeskirche um 20 Prozent zu.