„Hier darf man tanzen“: Techno-Gottesdienst in St. Pauli

"Drei", "zwei", "eins" – los geht's! Die Discolichter blitzen, wummernde Bässe lassen die Hosenbeine flattern und die Jugendlichen tanzen ausgelassen. Es ist laut, es ist schrill - Technogottesdienst im Kaiserkeller der Großen Freiheit 36. Aber zwischendurch gibt es auch leise und ernste Töne.

„Vom Ende der Unschuld“: Bonhoeffer-Oper begeistert Premieren-Publikum

Neuland erfolgreich betreten: Bei der Uraufführung der eigens für den Kirchentag in Auftrag gegebenen Oper «Vom Ende der Unschuld» waren die Zuschauer begeistert. Das Werk widmet sich Motiven aus dem Leben des NS-Widerständlers Dietrich Bonhoeffer.

Sechsstelliges Ergebnis: Kollekte der Eröffnungsgottesdienste erbringt 108.000 Euro

Die Kollekte der vier Eröffnungsgottesdienste erbrachte nach Angaben von Kirchentagsorganisator Constantin Knall einen Betrag von 108.039,08 Euro. Insgesamt 84.000 Menschen hätten an den Gottesdiensten am Strndkai, dem Rathausplatz, Fischmarkt und Reeperbahn teilgenommen.

Inklusion: Der Bundespräsident in starker Gesellschaft

Als er die Bühne betritt, füllt sich die Halle B5 mit Applaus. Bundespräsident Joachim Gauck lächelt und winkt in die Menge als er sich zu den weiteren Gästen der Diskussionsrunde zum Thema „Inklusion“ setzt. Ein weiterer Öffentlichkeitstermin im Terminkalender des deutschen Staatsoberhaupts? Nein, denn hier trifft Theorie auf Praxis.

Reingehört: Kirchentags-Zitate vom Donnerstag

Aussprüche von mehr oder weniger bekannten Rednerinnen und Rednern.
Bibelarbeit Kirchentag 2013

Bibelarbeit in der Fischhalle: „Wir müssen im Gebet dranbleiben“

Eine Bibelarbeit in der Fischauktionshalle? Klingt ungewöhnlich, doch das im Basilikastil erbaute Gebäude in Hamburg-Altona kann es von der Atmosphäre her locker mit so manchem Sakralbau aufnehmen. Fische werden hier nicht mehr verkauft, dafür gibt es am ersten Morgen des Kirchentags viel Lobpreismusik und Gottes Wort.

Umzug in den Vatikan: Benedikt XVI. kehrt von päpstlicher Sommerresidenz zurück

Benedikt XVI. ist am Donnerstag von der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo in den Vatikan umgezogen. Nach seiner Ankunft wurde er Vatikanangaben zufolge in seinem künftigen Wohnsitz im ehemaligen Kloster «Mater Ecclesiae» von seinem Nachfolger Papst Franziskus «mit großer brüderlicher Herzlichkeit» empfangen.

„Kämpfen gehen“: Kirchentag in Hamburg eröffnet

Der Kontrast hätte nicht größer sein können: Wo sich noch am Dienstagabend kaum ein Mensch auf dem weiten Hamburger Rathausmarkt gezeigt und wo am nahen Jungfernstieg ein scharfer Wind alle Besucher vertrieben hatte, drängten sich einen Tag später bei strahlendem Sonnenschein 25.000 Menschen, um am Eröffnungsgottesdienst teilzunehmen.

Papst: «Arbeit verleiht Würde»

Papst Franziskus hat am 1. Mai die grundlegende Bedeutung der Arbeit für den Menschen unterstrichen. «Die Arbeit verleiht Würde», sagte er am Mittwoch nach Angaben des Senders Radio Vatikan bei der Morgenmesse in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses Sanctae Marthae. Gesellschaften, die nicht in ausreichendem Maß Gelegenheit zu beruflichen Tätigkeiten für den Lebenserwerb bieten, bezeichnete Franziskus als ungerecht. Arbeitslosigkeit beraube Frauen und Männer ihrer von Gott gegebenen Würde. «Ich möchte die politisch Verantwortlichen ermutigen, alles zu tun, um für mehr Beschäftigung zu sorgen», sagte Franziskus anschließend bei der wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz. Unter Bezug auf die zahlreichen Opfer des Einsturzes einer Textilfabrik in Bangladesch beklagte der Papst moderne Sklaverei in aller Welt. «Keinen gerechten Lohn zu zahlen, weil man allein auf den eigenen Profit aus ist, verstößt gegen Gott.» Das Monatsgehalt der Hunderten toten Arbeiter der eingestürzten Textilfabrik in Bangladesch von 38 Euro sei ein Anzeichen für Sklaverei. «Heute entwickelt man Sklaverei aus dem schönsten, das Gott dem Menschen gegeben hat, aus der Fähigkeit, etwas zu erschaffen, zu arbeiten.» Vor dem Hintergrund entwürdigender Arbeitsbedingungen weltweit appellierte Franziskus an alle Menschen guten Willens, sich insbesondere entschieden gegen Menschenhandel als Teil der modernen Sklaverei einzusetzen. In modernen Gesellschaften seien die Menschen weniger wichtig geworden als die Dinge, die Profit sowie politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Macht garantierten, beklagte der Papst. Dadurch sei das Bewusstsein für den Ursprung der Würde aus der Arbeit verloren gegangen.

„Soviel du brauchst“: Heute startet der Evangelische Kirchentag in Hamburg

115.000 Dauerteilnehmer, 40.000 Tagesgäste, 12.000 Privatquartiere, 5.000 ehrenamtliche Helfer, 2.500 Veranstaltungen, 18,5 Millionen Euro Kosten – der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag, der heute in Hamburg startet, ist als Veranstaltung ein echtes "Schwergewicht".