Indonesien: Kirche darf wieder geöffnet werden

Aus Protest gegen die Schließung ihrer Kirche haben sich die Gläubigen der GKI-Yasmin-Gemeinde in Bogor (Indonesien) vor dem Präsidenten-Palast zu Gottesdiensten versammelt. Nun wurde der Gemeinde mitgeteilt, sie könne ihre Kirche wieder benutzen – unter der Bedingung, dass auf dem gleichen Gelände eine Moschee gebaut wird.

Kirche stoppt Kondome mit Luthersprüchen

Die Rheinische Kirche hat eine Kondom-Verteilaktion gestoppt. Eine Düsseldorfer Jugendkirche wollte unter jungen Leuten für reformatorische Botschaften werben. Die Aktion sei "grundsätzlich ungeeignet für die Jugendarbeit", heißt es in einem Brief von Oberkirchenrat Klaus Eberl, Leiter der Abteilung Erziehung und Bildung im Landeskirchenamt. Das hätten inzwischen auch die Initiatoren eingesehen.

Stephan Maag: Der moderne Paulus

Stephan Maags Geschichte ist die von Saulus zu Saulus: mit 16 wirft er Gott aus seinem Leben, weil er bei diesen Langweilern und Heuchlern" in seiner Gemeinde nicht bleiben will. Heute, fast 20 Jahre später, könnte der leidenschaftliche Christusnachfolger als die Schweizer Version von Shane Claiborne durchgehen. Was geschah dazwischen?

USA: Kirchenvertreter gegen Kürzungen der Entwicklungshilfe

Mehr als 100 Vertreter evangelikaler und römisch-katholischer Verbände und Kirchen haben sich am Donnerstag (Ortszeit) gegen die von US-Präsident Donald Trump geplanten Kürzungen bei internationalen Hilfsprogrammen ausgesprochen. In einem Schreiben an den Kongress verlangten die Unterzeichner die weitere Finanzierung von Maßnahmen, die "armen, hungernden, verwundbaren und entwurzelten Männern, Frauen und Kindern Hoffnung bringen".

Reformationsjubiläum: Orthodoxe Bischöfe dankbar für „Christus-Jahr“

Die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland begrüßen die ökumenische Ausrichtung des Reformationsjubiläums und die Fokussierung auf Christus. In einem Brief an den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland schreiben sie, man sei geschwisterlich miteinander verbunden – auch wenn einige Hauptanliegen Luthers nicht mit dem orthodoxen Glauben vereinbar seien. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland veröffentlichte das Schreiben am Donnerstag.

Keine neue Bezeichnung: „Laie“ bleibt „Laie“

Nichttheologen werden auch künftig in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg als "Laien" bezeichnet. Die Frühjahrssynode lehnte am Freitag in Stuttgart einen Antrag des Gesprächskreises "Kirche für morgen" ab, den Begriff "Laie" zu ersetzen. Der Gesprächskreis hatte für eine Änderung geworben, weil "Laie" umgangssprachlich negativ belegt sei.

Kundgebung „Religionen für ein weltoffenes Berlin“ umstritten

Die Neuköllner Begegnungsstätte NBS und die Gemeinde der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche laden für heute Abend zu der Kundgebung "Religionen für ein weltoffenes Berlin" ein. Jedoch steht die Kundgebung am Berliner Breitscheidplatz in der Kritik: Der Verfassungsschutz bringt sie mit "legalistischen Islamismus" in Verbindung. Vertreter von evangelischer und katholischer Kirche weisen die Bedenken gegenüber dem epd jedoch zurück.

Ermittlungen gegen Pfarrerin wegen Kirchenasyl

Weil sie den Behörden als Hauptverantwortliche für ein Kirchenasyl genannt wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Pfarrerin Doris Otminghaus aus dem unterfränkischen Haßfurt. Die Staatsanwaltschaft Bamberg bestätigte dem Evangelischen Pressedienst (epd) Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt in Deutschland.

Methodistische Kirche: Harald Rückert zum Bischof gewählt

Pastor Harald Rückert aus Reutlingen ist neuer Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche. Der 58-Jährige wurde am Mittwoch im vierten Wahlgang von der Zentralkonferenz in Hamburg zum Nachfolger Rosemarie Wenners gewählt. Die 61-Jährige hatte nach zwölf Jahren im Amt nicht wieder kandidiert.
Das BAMF-Gebäude

Weiter Kritik an „Glaubensprüfungen“ des BAMF

Die "Glaubensprüfungen" des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stehen weiter in der Kritik. Dieter Tometten, Superintendent im Kirchenkreis Soest (Westfalen), bezeichnet die gängige Praxis gegenüber der Süddeutschen Zeitung als "in höchstem Maße fragwürdig". Auch ein Grünen-Politiker kritisiert die Vorgehensweise.