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Theologe: Künftig mehr Konkurrenz zwischen Kirchen

Die Kirche ist im Wandel und viele fragen sich, wie ihre Zukunft aussieht: Theologe Kristian Fechtner wagt eine Prognose und warnt vor Passivität.

Der Mainzer Theologe Kristian Fechtner rechnet damit, dass Kirchengemeinden künftig deutlich stärker um knappe Finanzen konkurrieren werden. Die auf allen Ebenen überforderten Verantwortlichen müssten lernen, lieb gewonnene Angebote einzustellen.

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Kirchengemeinden werden nach der Überzeugung des Theologen künftig Profile entwickeln, um sich von anderen abzuheben. Das werde auch zu mehr Konkurrenz zwischen einzelnen Gemeinden um die knappen finanziellen Mittel führen, sagte er in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Wir haben nicht mehr die Ressourcen, den einen etwas zu geben, weil es gut läuft, und den anderen noch mehr zu geben, weil es dort noch nicht so gut läuft.“

Lange Zeit seien die Kirchenleitungen davon ausgegangen, dass das System der Ortsgemeinden gewissermaßen ein „stabiler Untergrund“ der Kirche bleibe. „Doch diese Form von Kirchlichkeit ist so nicht mehr durchhaltbar“, warnte der Theologe, der an der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität Praktische Theologie lehrt und Anfang Februar seine Abschiedsvorlesung vor dem Wechsel in den Ruhestand hielt. Das Prinzip „Kirche vor Ort“ werde künftig nicht mehr bedeuten, dass die Kirche „an allen Orten“ präsent bleibe.

Gottesdienste werden seltener

Der wachsende finanzielle Druck, sich grundlegend zu reformieren, überfordere Fechtner zufolge zunehmend Ehrenamtliche, hauptberufliche Kirchenmitarbeiter und selbst leitende Geistliche: „Immer soll man die Dinge erhalten und gleichzeitig komplett erneuern“, sagte er. „Das ist einfach eine Zumutung.“ Es gelte, die Verantwortlichen darin zu unterstützen, dass sie mit bestimmten, wichtig gewordenen Dingen „wirklich aufhören“. Die veränderte Lebenswirklickeit der Menschen werde wohl auch zur Folge haben, dass nicht mehr in jeder Kirchengemeinde sonntägliche Gottesdienste in der bisherigen Anzahl stattfinden.

Derzeit kenne er niemanden, der eine klare Vorstellung davon besitze, wie die Kirche in 20 Jahren aussehen werde, sagte der Theologe: „Wir müssen in dieser Situation – ohne dass wir ein festes Zukunftsbild haben – aber trotzdem handeln. Das ist genau die Situation, die die Menschen mürbe macht und die auch die Verantwortungsträger in eine Spirale der Überlastung bringt.“

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Quelleepd

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1 Kommentar

  1. Es ist schon sehr bezeichnend, dass es in dem Beitrag zum großen Teil um Finanzen geht.
    Christen sollten sich lieber um ein geistliches Wachstum und um den Bau im Reich Gottes kümmern, als sich um Finanzen und „Kirchlichkeit “ zu sorgen!!!

    Liebe Grüße
    Aku

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