Eine umfangreiche Studie des SLK Glücksatlas stellt fest, auf welche Faktoren es wirklich ankommt – und welche Paare am zufriedensten sind.
Passend zum nahenden Valentinstag veröffentlichte der SLK Glücksatlas am Mittwoch eine Erhebung, die Beziehungen sozial- und verhaltenswissenschaftlich analysiert. Der SLK Glücksatlas ist eine Bestandsaufnahme, die untersucht, wie man glücklich wird und von welchen Parametern das Glück der Deutschen hauptsächlich abhängig ist. Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen und sein Team werteten dabei die Daten von insgesamt 5.145 Personen im Alter zwischen 18 und 70 Jahren aus. Befragte wurden aufgefordert, auf einer Skala von 1-10 zu bewerten, wie glücklich sie in ihrer Partnerschaft sind (10 bedeutet: am glücklichsten). Schließlich kamen sie zu folgenden Ergebnissen:
Die äußeren Werte
Ein maßgeblicher Faktor für Zufriedenheit ist Verbindlichkeit: Verheiratete Paare sind im Schnitt am glücklichsten. Diese bewerteten ihr Glück durchschnittlich mit 8,51 Punkten, während unverheiratete Paare nur bei 7,69 Punkten lagen. Dabei stellt gemeinsames Wohneigentum einen zusätzlichen Stabilitätsfaktor dar, welcher die Zufriedenheit um weitere 0,05 Punkte erhöht.
Bei Paaren mit Kindern spielt der Altersabstand zwischen den Kindern eine Rolle: Ein höherer Altersunterschied von mehr als 5 Jahren begünstigt die Zufriedenheit in einer Partnerschaft. Eltern mit Kindern, deren Altersabstand nur 2 oder weniger Jahre auseinander lagen, gaben an, mit Beziehung, Ehe und Freizeit um 0,56 Punkte unglücklicher zu sein.
Zusätzlich sei ein ungefähr gleiches Einkommen ein begünstigender Faktor für Glück in der Partnerschaft. Besonders Männer zeigten sich im Schnitt unzufriedener, wenn ihre Partnerin mehr verdiente. Diese waren um 0,58 Punkte unzufriedener als Männer, die ein ähnliches Gehalt wie ihre Partnerin erhalten. Bei ausgeglichen verdienenden Paaren lag die Zufriedenheit der Männern bei 8,34 Punkten und die der Frauen bei 8,19.
Die inneren Werte
Besonders stark zeigte sich der Abstand im Glück der einigen und uneinigen Paare. Beziehungen, die ähnliche Meinungen, Ziele und Moralvorstellungen teilen, gaben eine Zufriedenheit von 8,43 Punkten an, während uneinige Paare nur bei 5,36 Punkten lagen. Ein häufiger Streitpunkt: Die Frage nach der gewünschten Kinderanzahl.
Auch auf den Persönlichkeitstyp kommt es an – selbstkritische oder perfektionistische Menschen beispielsweise, die hohe Anforderungen an sich und ihr Umfeld aufzeigten, büßten 1,75 Punkte ein und erreichten nur einen Durchschnittswert von 6,25.
Zuletzt unterstreicht die Studie die lebenslangen Auswirkungen, die unsere Kindheit auf uns hat – und wie sich diese Erfahrungen auch in Ehe und Beziehungen zeigen. Menschen, mit einer glücklichen Kindheit bewerten ihr Beziehungsleben mit 8,16 Punkten. Eine unglückliche Kindheit belastet das Beziehungsleben auf der anderen Seite mit einem Wert von 6,50 Punkten.
Die vollständige Studienauswertung kann hier gelesen werden (pdf).
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